Veröffentlicht am: 12:35:05 08.01.2010
Die JCVP Kanton Luzern ist erfreut über die Teilrevision des Volksschulbildungsgesetzes. Darin wird vorgeschlagen, die Eltern stärker in die Verantwortung zu nehmen. So sollen die Erziehungsberechtigten zur Teilnahme an Elternveranstaltungen verpflichtet werden können.
Leider gibt es Eltern, die ihre Pflichten gegenüber der Schule nicht mehr erfüllen. Sie gehen an keine Elternabende und nehmen die Anliegen der Lehrpersonen nicht ernst. Gerade der Umgang mit renitenten Schülern ist schwieriger geworden, weil die Unterstützung der Eltern fehlt. Früher haben diese mit ihren Kindern Klartext geredet, wenn der Lehrer an sie gelangt ist. Heute werden die Lehrpersonen oft nicht ernst genommen. Es ist daher angebracht, Elternabende und Elterngespräche zu obligatorischen Anlässen zu erklären.
Gerade Eltern mit Migrationshintergrund nehmen häufig nicht an Elternabenden teil. Sie haben Angst, sie könnten die Sprache nicht verstehen und sind über unser Schulsystem und unsere Gepflogenheiten nur ungenügend im Bilde. Das darf keine Ausrede mehr sein. Eltern sind die Hauptverantwortlichen in der Erziehung. Genauso wie ausländische Eltern unsere Sprache lernen sollen, haben sie auch die Möglichkeiten ihrer Kinder während der Schulzeit und der Ausbildung zu kennen. Es ist beschämend, dass gewisse Eltern nicht wissen, dass Frauen in der Schweiz dieselben Möglichkeiten haben wie Männer. Die Eltern müssen in der Lage sein, ihre Kinder beim Übertritt in die Oberstufe oder der Berufswahl unterstützen zu können.
Nicht nur in der Schule muss man die Elternverantwortung stärken. Falls Jugendliche durch Alkoholexzesse oder Schlägereien auffallen, sollen die Eltern davon Kenntnis erhalten. Wir sprechen uns deswegen dafür aus, dass Kosten nach Schlägereien oder Alkoholvergiftungen die Eltern bzw. Jugendlichen selber tragen müssen.